Artikel aus dem aktuellen Pfarrbrief
April - Mai 2012
Liebe Schwestern und Brüder,
sich selbst sieht man nie so, wie die anderen einen sehen!
Der beste Beweis dafür sind die leidigen Schnappschüsse. Wenn man zum Beispiel bei einer Feier
unbemerkt fotografiert wird. Neulich habe ich wieder so ein peinliches Bild von mir zu Gesicht bekommen.
Die erste Reaktion: Das bin ich nicht! Nein, so sehe ich in Wirklichkeit nicht aus! Viele kennen das aus
eigener Erfahrung. Oft hört man dann diesen oder einen ähnlichen Satz:
„Auf Fotos sehe ich immer viel zu dick aus.“ Warum haben wir eigentlich dieses Unbehagen?
Woher kommt das innere Aufbegehren? – wenn man sich selbst betrachtet.
Die Antwort, die uns Psychologen geben, ist ganz simpel:
Unser eigenes Aussehen kennen wir von Kindesbeinen an als erstes aus einem Spiegel. Beobachten Sie
sich in Ruhe, wenn Sie das nächste Mal in einen Spiegel schauen - unwillkürlich richten wir unsere
Gesichtszüge so ein, dass sie nicht entgleist aussehen. Im Gegenteil - nett schauen wir hinein, freundlich
und sympathisch. Wir lächeln uns an. Die anderen aber sehen selten unser schönes Spiegelgesicht. Sie sehen,
wie wir uns tatsächlich bewegen und geben. Nur wir wollen es eben nicht wahr haben, weil wir besseres (von uns)
gewöhnt sind. Dem Menschenkenner Wilhelm Busch wurde einmal die Frage gestellt, was für ihn wohl das schwerste im
Leben sei. „Sich auf die eigenen Schliche zu kommen.“ - soll er geantwortet haben.
Ich denke, er hatte Recht damit. Niemanden täuschen wir leichter als uns selber. Und deshalb nehme ich
gern diesen Vorschlag an, den mir jemand auf meine Reaktion machte, als ich mich über die schlechten
Aufnahmen beschwerte: „Schauen Sie genau hin, mutig und gelassen, ohne sich gleich darüber zu ärgern.
So sind Sie nun mal. Und wenn sich was ändern soll, dann liegt das einfach auch mit an ihnen und nicht als
erstes am Fotografen.“ Klar kann ein geschickter Mensch heutzutage am Computer fast alles retuschieren und wir
erwarten es von einem Profi und Fachmann, dass er sein Handwerk versteht. Aber ist es auch immer notwendig? Ist es
nicht viel besser, durch ein wenig Übung das eigene freundliche Spiegelbild, das mich anlächelt und gut mit
mir meint, in den Alltag hinein zu tragen?
Einen Versuch ist es jedenfalls wert,
meint Ihr Pfarrer Harry Karcz
Ehrenurkunde der Caritas für Günther Köhler
Am 12. März erhielt der frühere Hausmeister der St. Alfonsschule die Ehrenurkunde der Caritas überreicht als besonderen
Dank für seine ehrenamtliche Mitarbeit in der KiTa Vom Guten Hirten.
Die Laudatio hat unser früherer Pfarrer Lutz Gottschalk geschrieben:
Für viele, sehr viele Kinder in Marienfelde wie auch für viele Eltern, die hier früher oder jetzt noch wohnen und inzwischen
selbst Kinder haben, ist die „Tennstedter Straße“ ein fester Begriff - gemeint ist die Schule St. Alfons und die
gegenüberliegende Kita Vom Guten Hirten. Natürlich erinnern sich viele „Ehemalige“ an ihre Lehrer und Lehrerinnen ebenso
wie an ihre Kindergärtnerinnen … Einen Namen aber haben sie alle noch gegenwärtig im Gedächtnis: Hausmeister Köhler.
Über Jahrzehnte war er Hausmeister in Schule und Kita, in der Kita noch weit über seine Verrentung hinaus. Und alle, die
ihn kennen, erinnern sich noch lebendig und gern an ihn. Er war immer, wirklich immer, gegenwärtig, ob es ein blutiges Knie
oder ein aufgeschlagener Ellenbogen war. Den ersten Trost fanden die Kinder bei ihm, bevor er sie ins Sekretariat zum
Verpflastern begleitete. Ob es etwas aufzuräumen gab oder eine Reparatur fällig wurde, er sah dies oft bevor ihn jemand
darauf aufmerksam machte… Arbeit gab es ja sehr viel, allein die großen Rasenflächen oder der Spielplatz, die gepflegt
werden mussten, für jedermann war es ersichtlich, dass hier eine Arbeit mit Geschick und Verstand
geleistet worden war. Viele waren schon lange im verdienten Feierabend, es war schon Nacht, da machte er seine letzte
Runde durch die Einrichtungen und entdeckte, wo Eingriff notwendig wurde. Ich selbst habe es in den vielen Jahren
mehrfach erlebt, dass in der Kita ein Tiefgefrierer ausgefallen war. Günther Köhler sah es natürlich auch und schleppte tief
in der Nacht das Gefriergut in seine Wohnung, in den eigenen Tiefgefrierer, um Schaden zu vermeiden. Es ließen sich
ähnliche Fälle seitenlang aufzählen, Arbeiten, die keiner sah außer den direkt betroffenen. Als er seinen Dienst als
Schulhausmeister nominell beenden musste und „nur“ noch Hausmeister in der Kita war, hat es ihn selbst sehr gefreut,
ganz in der Nähe, in der Weskammstraße, eine Wohnung zu finden und immer den Blick auf Schule und Kita zu haben und
zur Stelle zu sein, wenn er sah, dass Hilfe vonnöten war. Das hat nichts damit zu tun, dass er nicht loslassen konnte oder
sich in Arbeitsbereiche hindrängeln musste. Es hat vielmehr damit zu tun, dass er mit Leib und Leben sich seiner Aufgabe
verschrieben hatte und dort zu Hilfe kam, wo eben diese Hilfe gebraucht wurde.Ich selbst wäre sehr gern dabei, wenn Herr
Köhler – wie längst verdient – eine besondere, dankbare Ehrung erfährt. Es tut mir ausgesprochen leid, dass mein Zustand
mir eine Reise und die Teilnahme an einer größeren Veranstaltung nicht mehr erlaubt. Schließlich haben wir ein
Vierteljahrhundert zusammen gearbeitet. Günther Köhler zu kennen, ist für mich heute noch eine große Ehre und eine
dauernde Freude.
Lutz Gottschalk
Institutionen der Gemeinde vorgestellt –
KiTa Vom Guten Hirten - ein Gewinn für alle!
Die KiTa Vom Guten Hirten ist eine der beiden Kindertagesstätten unserer Kirchengemeinde. Zur Zeit sind
uns 123 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren anvertraut und in sechs Gruppen aufgeteilt. Das pädagogische
Team von 16 Personen mit verschiedensten erziehungsbedeutsamen Zusatzqualifikationen betreut,
behütet, bildet und fördert die Kinder. Zusätzlich bieten eine Waldpädagogin Wald- und Naturforschertage
und eine Tanzpädagogin kreativen Kindertanz an. Uns besucht eine „Lesefee“, um in Kleingruppen mit
Kindern Bilderbücher zu betrachten. Die pädagogische Arbeit wird von unserem hauswirtschaftlichen Team
ergänzt. Unsere Köchin und Ernährungsberaterin für Kinder sorgt mit ihren Mitarbeiterinnen für unser
leibliches Wohl mit frisch zubereiteter Vollwertkost und achtet auf Hygiene und Sauberkeit im ganzen Haus,
das zwei Etagen hat.
Das Konzept unserer KiTa entwickelt sich um zwei wichtige Kernsätze:
1. Einübung einer bewussten Ernährung
mit Lebensmitteln die uns gut tun,
in der Ergänzung mit Bewegung im Haus und in der Natur, damit wir
uns gesund und leistungsfähig erhalten und ein stabiles Körpergefühl
entwickeln.
2. Im Rahmen unserer Katechetischen Werkstatt wollen wir durch
christliches Miteinander, Initiativen im Kirchenjahr und dem Angebot
religionssensibler Erfahrungen das Urvertrauen in Gott und die
Erfahrung „als einmaliger Mensch erwünscht zu sein“ vermitteln,
um die Kinder zu stärken und ihnen Orientierung zu bieten.
Mit der Ausrichtung am Kirchenjahr und Jahreskreis feiern wir Feste und begehen Zeiten der Stille und des
Nachdenkens. Durch unser christlich-pädagogisches Wirken vermitteln wir Glaubenszusammenhänge und
eröffnen die Möglichkeit den persönlichen Glauben zu entwickeln und helfen, ihn zu vertiefen. Wir üben in
der KiTa liturgische Rituale ein und besuchen zu den verschiedensten Anlässen die Kirche Vom Guten
Hirten.
Im jeweils neuen KiTa-Jahr bildet der Willkommenssegen den Abschluss der Eingewöhnungszeit. Den
Übergang von der KiTa zur Schule begleiten wir mit einer Segensandacht für die Vorschulkinder. Den
Aschermittwoch und Erntedankgottesdienst bereiten wir in der KiTa vor und begehen ihn in der Kirche. Den
Erntedankgottesdienst gestalten die beiden KiTas der Pfarrei zusammen mit dem Kinderchor. Auch die
Krippenfeier am Heiligabend - Nachmittag in der Pfarrkirche, zu der besonders die Kindergartenkinder
beider KiTas geladen sind, bietet den würdigen Beginn der Heiligen Nacht und des Weihnachtsfestes. Beim
Besuch der Sternsinger empfangen wir den jährlichen Haussegen und können durch die Spenden der
Eltern Kindern in Not helfen. An jedem zweiten Sonntag im Monat lädt der Kinderliturgiekreis Kinder im
KiTa-Alter zur Kinderkirche ein - hierfür werden immer wieder neue Helfergesucht! Auch begleiten wir PraktikantInnen
bei der Erprobung ihrer verschiedensten sozialen und hauswirtschaftlichen Tätigkeitsfelder.
Auf der KiTa-Homepage kitaguterhirte.de können sie unsere Aktivitäten mit verfolgen.
Durch die vielfältigen Angebote wollen wir Kinder und Eltern neugierig machen auf Gott und die Schöpfung,
auf Kinderfreundschaft und Erwachsenengemeinschaft, auf Gemeindeleben und gelebten Glauben
– als Gewinn für alle.
Herzlichst - Ihr KiTa-Team Vom Guten Hirten
Profis für die Kita –
Kampagne für den Zukunftsberuf Erzieher/in
Ein Super-Job mit besten Zukunftsaussichten ist der Beruf der Erzieherin und des Erziehers. Qualifizierte
Betreuung wird ständig gebraucht, um Eltern, die Familie und Job miteinander vereinbaren wollen, zu
unterstützen. Aufgrund des Rechtsanspruchs auf eine Betreuung für unter Dreijährige ab August 2013
werden mehr Fachkräfte für die Kindertageseinrichtungen benötigt.
Deshalb hat das Ministerium zusammen mit Gewerkschaften, Berufsverbänden und der
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege – zu der auch die Caritas gehört - die Initiative
„Profis für die Kita“ ins Leben gerufen. Die Initiative informiert über den Erzieherberuf und gibt hilfreiche
Tipps zum Berufseinstieg. Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend, sagt dazu: „Wenn Ihr also schon immer Freude am Zusammensein mit Kindern hattet und viel
Geduld, Kreativität sowie Energie mitbringt, dann könnte der Erzieherberuf genau das Richtige für Euch
sein. Übrigens: Entgegen aller Klischees ist dieser Beruf auch etwas für Männer. Hier muss man(n) Gas
geben und zeigen, was man(n) drauf hat. Denn Kinder sind neugierig und quirlig, stets auf der Suche nach
Herausforderungen und nach Orientierung.“ Interesse geweckt?
Dann informiert Euch unter http://www.profisfuerdiekita.de/ oder über unsere beiden KiTas der Kirchengemeinde
Kann man dem Glauben trauen?
Das schwierige Verhältnis zwischen Offenbarung und Vernunft
Je älter wir werden, desto mehr hinterfragen wir. Auch unser Glaube bleibt davon nicht verschont.
Jeder von uns wächst in einer Familie auf, die uns von Anfang an in eine Gesellschaft eingliedert. Dort
lernen wir von klein auf eine bestimmte Sprache, eine Kultur, Religion und auch viele Wahrheiten kennen,
die wir instinktiv glauben. Diese Wahrheiten möchten wir in den späteren Jahren überprüfen und mit der
Kraft unserer eigenen Vernunft erfassen. Bei vielen Dingen wird uns das auch gelingen, manchmal aber
auch nicht. Wer von uns kann schon aus eigener Erfahrung sagen, wie ein bestimmtes Medikament wirkt,
oder, dass die Erde rund ist? In zahlreichen Fragen halten wir es aber für vernünftig Wahrheiten von
Menschen zu übernehmen, die wir für kompetent und vertrauenswürdig halten. Hieran sehen wir also, dass
die Vernunft viel mehr mit Glauben zu tun hat, als man für gewöhnlich denkt.
Doch was ist überhaupt Vernunft, was ist Offenbarung?
Unter Offenbarung verstehen wir die Erschließung von etwas bisher Verborgenem; im religiösen
Sprachgebrauch ist damit die Enthüllung göttlicher Wahrheiten gemeint. Dem gegenüber steht der Begriff
der Vernunft. Vernunft, als Fähigkeit des menschlichen Denkens - durch Beobachtung und Erfahrung –
universelle Zusammenhänge in der Welt herzustellen, deren Bedeutung zu erkennen sowie Regeln und
Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln. Die Vernunft gibt uns also Antworten auf die großen Fragen
des Lebens. In der Aufklärung heißt es, dass mit dem Sieg der Vernunft eine bessere Welt entstehen könne, eine Welt
der Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit, eine Welt des Friedens. Doch wie konnte es dann zu den
Weltkriegen kommen? Warum breiten sich Hunger und Not immer weiter aus? Die Macht des Bösen,
Krankheiten und Naturkatastrophen, Sünden und Fehler vieler Christen, diese „Scheinargumente“ lassen
uns nicht nur gegenüber der Vernunft skeptisch werden, sondern auch gegenüber unserem Glauben.
Manche Kritiker sind der Meinung, dass Glaube und Vernunft im Widerspruch zueinander stehen. So
spricht Kant nicht grundlos von einer „Vernunftreligion“, die alles an der Religion ablehnt, was mit
Offenbarung, Dogmen oder „himmlischen Einflüssen“ zu tun hat. Für ihn ist die wahre Religion das, was
durch jeden einzelnen Menschen selbst aus reiner Vernunft heraus nachvollzogen werden kann.
Wenn wir das Wort „Glaube“ hören, regt sich auch unter vielen von uns der Widerspruch „Glauben heißt
nicht wissen.“ Dennoch halten wir Christen an unserer Religion fest. Die meisten von uns glauben, was die
Kirche lehrt. Aber warum? Wahrscheinlich wegen der Autorität des offenbarenden Gottes selbst. Wir
glauben, weil uns unser Verstand und Willen dazu bewegt. Er bewegt uns, ganz auf Gott zu vertrauen und
der geoffenbarten Wahrheit zuzustimmen. Papst Johannes Paul II. schrieb 1998 in seiner Enzyklika
Fides et Ratio: „Glaube und Vernunft (fides et ratio) sind wie die beiden Flügel, mit denen sich der menschliche
Geist zur Betrachtung der Wahrheit erhebt. Das Streben, die Wahrheit zu erkennen und letztlich ihn selbst zu
erkennen, hat Gott dem Menschen ins Herz gesenkt, damit er dadurch, dass er Ihn erkennt und liebt, auch zur vollen
Wahrheit über sich selbst gelangen könne.“ Natürlich gibt uns dies keine eindeutige Antwort auf die Frage
„Kann man dem Glauben trauen?“ Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber man kann guten Gewissens
sagen, dass Glaube und Vernunft zwei unterschiedliche Wege zur Wahrheit sind, die sich einander nicht ausschließen.
Olivia Wanat
PGR Klausurtagung
Mit der Fragestellung: „Wie tickt der neue Pfarrgemeinderat?“ hat sich der neugewählte PGR am
9./10.März zu einer Klausurtagung im Alten Küsterhaus Vom Guten Hirten getroffen. Nach etwas
Theorie zum Wesen des Menschen haben wir uns Gedanken gemacht, wie der PGR als Team
funktioniert. Ausgehend von den Stärken der Einzelnen erstellten wir ein Profil des gesamten PGR. Für
die vor uns liegende Arbeitszeit haben wir Regeln für ein konstruktives Miteinander aufgestellt.
Allen Mitgliedern des PGR und dem Dozenten Herrn Ernsting, der uns an diesen Tagen als Mediator
begleitet hat, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die offene und kreative Atmosphäre gesagt.
Michael Steinberg
Infos und Themen der PGR-Sitzungen hängen in unseren Kirchen aus. Alle PGR-Sitzungen sind öffentlich,
d.h. jedes Gemeindemitglied ist dazu herzlich eingeladen. Nutzen Sie Ihre Chance zur aktiven Mitarbeit und
Planung unseres Gemeindelebens!
Grüße aus Sumba, Indonesien
Pater Bernhard Zyzik bedankt sich.
Auszüge aus dem Brief vom 28. Januar:
Vergangene Woche erhielt ich von unserer Missionsprokur in Bonn den Bericht über Spenden, die im
November und Dezember auf den Namen „Pater Zyzik“ eingegangen sind. Zum Danken gibt es mehrere
Gründe: Zuerst der Dank dafür, dass eine ganze Reihe von Freunden meine Arbeit mit Spenden begleitet.
Zum Zweiten ist zu danken, dass die Spenden wirklich sinnvoll in der Missionsarbeit eingesetzt werden.
Zum Jahreswechsel hat unser Pater Provinzsekretär eine Liste der Redemptoristenprovinz Indonesia
herausgegeben. Da sind 68 Patres, 1 Bruder und 59 Fratres, also Ordensmitglieder, die jetzt ihr
Theologiestudium als Priesterkandidaten in Yogyakarta absolvieren. Außerdem sind da noch 19 Novizen,
die in Wanno Gaspar ihr Noviziatsjahr machen, 11 Postulanten, die in Pada Dita ihr Postulat auf das
Noviziat machen sowie 6 Abiturienten, die ein Zusatz-Jahr machen, um sich auf das Studium
vorzubereiten. Somit wird klar, wo unser Pater Provinzial (ein ehemaliger Schüler vor mir) die
Spendengelder anwenden muss. Ganz persönlich muss ich dem Herrgott danken, dass ich in der
Ausbildung der Ordens- und Priesterkandidaten, die in Sumba sind, nicht nur als Zuschauer, sondern aktiv
als Ausbilder eingesetzt bin, und zwar vor allem im Liturgie-Unterricht, Ordensgeschichte, Spiritualität und
Latein-Unterricht. Dazu noch Unterricht in Latein - und eine Klasse in Deutsch - im kleinen Seminar Sinar
Buana. Also Grund genug dem Herrgott zu danken. In zwei Tagen werde ich 74 Jahre alt. Auch hier habe
ich zu danken, dass ich noch lebe, dass ich gesund bin und dass ich noch viele Aufgaben ohne
Hindernisse erfüllen kann.
So habe ich also viele Gründe zum Danken: zum einen an die Freunde, die meine Arbeit mit Spenden
unterstützen, zum anderen dem Herrgott, der mir ein neues Lebensjahr schenkt zusammen mit der Kraft
und Fähigkeit, an der Ausbildung der Priesterkandidaten aktiv mitzuwirken. Besonderer Dank für die
Spende vom 524,34 Euro aus Marienfelde.
Mit dankbarem Herzen grüßt
Pater Bernhard Zyzik
Wünsch Dir was - Ehrenamt angefragt
In dieser Serie haben alle Institutionen und Gruppen aus unserer Gemeinde die Möglichkeit, Ehrenamtliche
mit Arbeits- und Zeitumfang zu werben. Den Beginn macht die Caritas-Altenhilfe, die sich im folgenden
Artikel vorstellt:
Die Seniorenwohnhäuser der Caritas Altenhilfe:
In unseren Seniorenwohnhäusern „Johannes Zinke“ und „Maria im Felde“ leben neunzig Menschen
zwischen 51 und 97 Jahren. Ein jeder so, wie er es mag. Wer möchte, trifft sich zum gemeinsamen
Mittagessen oder nachmittags zu einem geselligen Beisammensein. Hier wird gesungen, Sport gemacht,
gespielt oder einfach nur, bei einer Tasse Kaffee mit bekannten Gesichtern geplauscht. Gemeinsam
machen wir Ausflüge ins Umland und feiern Feste „so wie sie fallen“. Wem aber der Sinn nach Ruhe und
Ungestörtheit steht, der zieht sich in seine eigene Wohnung zurück. Ob zusammen oder allein: Ein Gefühl
von Sicherheit bleibt. Denn montags bis freitags sind wir Mitarbeiter und Ehrenamtliche vor Ort und
unterstützen in allen Angelegenheiten, ganz egal ob es sich dabei um Probleme mit Behörden handelt, um
Fragen zur Pflege oder um andere kleine und große Alltagssorgen aber auch –freuden. Von vielen
Bewohnern sehr geschätzt werden natürlich die unmittelbare Nähe und die gemeinsamen Feste und
Veranstaltungen mit der katholischen Kirche und den weiteren Einrichtungen auf dem Gelände.
Gesucht werden Ehrenamtliche
als Begleitung für wöchentliche Spaziergänge der Seniorengruppe
für die Mithilfe bei Festen und Begleitung von Ausflugsfahrten
für Einkäufe und Arztbegleitungen (zeitlicher Aufwand nach Absprache ,
aber mindestens 1 x in der Woche)
mit Personenbeförderungsschein für Ausflugsfahrten mit Kleinbus (Bus ist vorhanden)
als Hilfe für den Hausmeister (Gartenarbeiten, Kleinreparaturen u. ä.)
Eine gute Gelegenheit, die Häuser kennenzulernen und sich zu informieren:
Tag der Offenen Tür - 11. Mai (Freitag) 10 – 18 Uhr
Seniorenberaterin Anita Karow Tel:.721 50 8
80 Jahre Kirche St. Alfons
In diesem Jahr feiert unsere Kirche St. Alfons ihren 80. Geburtstag. Grund genug, dieses Ereignis
gebührend zu begehen. Der Pfarrgemeinderat hat beschlossen, das Jubiläum am 26. August (Sonntag) zu
würdigen. Damit ist ein Termin gefunden, an dem „noch nicht so viel los ist“ und die meisten aus den Ferien
zurück sind. So bleibt Zeit, sich gut darauf vorzubereiten. Ihre Mitarbeit im Festkomitee ist gefragt. Einzelne
wie auch Gruppen und Kreise der Gemeinde können mithelfen, die Jubiläumsfeier zu gestalten. Bitte
wenden Sie sich mit Ihren Ideen an den Pfarrgemeinderat.
Um den Jubiläumsgottesdienst in den Vordergrund zu rücken, wird an diesem Sonntag (26. August) die
Heilige Messe zusammen mit Ehrengästen in der Kirche St. Alfons um 10 Uhr gefeiert. Für die Kirche Vom
Guten Hirten ist dann nur ein Gottesdienst um 9 Uhr eingeplant.
Kleiderkammer in St. Alfons
Öffnungszeiten:1. und 3. Donnerstag von 10 – 12 Uhr und 16 – 18 Uhr
Wir nehmen wieder gut erhaltene Kleidung und Wäsche an, besonders bitten wir um Kinderbekleidung.
Außerdem ist auch unser Haushaltskeller wieder geöffnet. Der Erlös geht an die Bosnienhilfe.
Ulla Marienfeld
Kinderkirche– Wir suchen Verstärkung
Einmal monatlich feiern die Kleinen unserer Gemeinde im Pfarrsaal Vom Guten Hirten einen eigenen
Gottesdienst. Derzeit treffen sich ca. 15 – 20 Kinder und ihre Eltern, in der Regel am 2. Sonntag im Monat.
Die genauen Termine hängen in den Kirchen aus.
Für die Gestaltung dieser Kinderkirche gibt es eine kleine Gruppe mit ca. 3 - 4 Personen. Das ist
entschieden zu wenig. Gesucht werden Erwachsene und Jugendliche, die Freude daran haben,
unseren Kleinsten Gott, Jesus, Gemeinde, Schöpfung und, und, und näher zu bringen.
Wer Näheres wissen will und sich interessiert, meldet sich bitte bei mir unter :
abombis@web.de oder unter 01520-985 45 52.
Für das Kinderkirchenteam Angelika Bombis
Reisetipp - „St. Otto“ in Zinnowitz
Begegnungsstätte für Jung und Alt
Der Pfarrer Andreas Sommer von St. Otto schreibt:
Vor einigen Tagen hatte ich folgende Begegnung auf dem Gelände der Begegnungs- und
Familienferienstätte „St. Otto“ in Zinnowitz auf Usedom. Es kommt mir eine ältere Frau entgegen und sagt:
„Ich war in den 50er Jahren hier für 6 Wochen zur Kur. Ich war damals 8 Jahre alt.“
St. Otto ist eine bekannte Adresse, gerade für Christen aus unserem Erzbistum. Es hat viele Generationen
geprägt, besonders in den Jahren der DDR-Diktatur. Hier wurde eine Haus geführt, in dem Kinder und
Jugendliche aus der Diaspora nicht nur in körperlicher Gesundheit gestärkt wurden, sondern wo auch für
eine religiöse Stärkung gesorgt wurde. Auch in unserer Zeit ist eine solche Stärkung immer wichtiger. Nicht
nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Familien und Senioren. Es wird für alle schwieriger, den
Glauben in der Diaspora zu leben. Daher hat unser Bistum begonnen, zu den religiösen Kinderwochen
auch religiöse Familienwochen anzubieten. Die ehemalige Kinderkureinrichtung St. Otto wurde umgebaut
in eine Begegnungs- und Familienferienstätte. Hier haben Gruppen unterschiedlichster Art und auch
Einzelgäste genügend Raum für Erholung, aber auch die Möglichkeit, die religiösen Angebote zu nutzen.
Vielleicht ist das eine oder andere auch für Sie, Ihre Familie oder Ihre Gemeindegruppe interessant.
Rektor Andreas Sommerr
www.st-otto.com
Vom Guten Hirten
Berlin - Marienfelde